Panorama Fotografie - Teil 1: Small World
Simoo | April 16, 2009Hier Teil 1 meiner Serie Panorama-Aufnahmen: The Little Planet Toffen
Einführung:
Panorama Aufnahmen kann man entweder mit einem Weitwinkel-Objektiv erzeugen oder mit einem Normalobjektiv und seriellen Aufnahmen, die danach aneinandergesetzt werden. Der Effekt ist natürlich sehr unterschiedlich und nicht vergleichbar.
Wenn man mehrere Bilder aneinander setzen will, dann lohnt ein Panoramakopf für das Stativ, der die Parallaxe ausgleicht. Die Parallaxe ist die scheinbare Verschiebung eines Objekts im Vordergrund, wenn es aus verschiedenen Winkeln/Perspektiven betrachtet wird. Wenn man die Kamera mit dem Stativgewinde, welches überlicherweise in der Mitte der Kamera ist, auf dem Stativ befestigt, treten optische Fehler auf. Mann kann dies leicht testen, indem man ein Objekt 1m und eines etwa 3m entfernt von sich aufstellt, so dass beide leicht versetzt sind und das hintere nicht durch das vordere verdeckt wird. Wenn man nun den Auschnitt so wählt dass beide Objekte am rechten Bildrand sind und den Abstand zwischen den beiden Objekten dann am Sucher oder auf dem Foto misst, so wird dieser unterschiedlich sein zu dem Abstand, der sich ergibt, wenn die Objekte sich am linken Bildrand (also Kamera schwenken) befinden. Dieser “optische Fehler” macht sich vorallem bei nahliegenden Objekten und im Falle von Panoramen, die aus sehr vielen Einzelbildern bestehen, bemerkbar und führt zu deutlichen Verzerrungen und die Bilder können unter umständen nicht mehr zusammengesetzt werden. Die Ursache des Parallaxen-Effekts besteht darin, dass die Kamera eigentlich um die Eintrittspupille des optischen Systems (dies ist der Schnittpunkt der Lichtstrahlen, bevor er auf den Sensor trifft) gedreht werden sollte, diese aber je nach Kamera, Objektiv und eingestellter Brennweite im oder sogar vor dem Objektiv liegen kann - sicher aber nicht unter der Kamera, wo nun mal das Stativgewinde angebracht ist. Abhilfe schafft hier ein Panoramakopf: letztlich versetzt er die Kamera einfach nach hinten, so dass die Drehung genau über der Eintrittspupille stattfiindet. Dann tritt der Parallaxen-Effekt nicht auf.
Je nach Panorama-Kopf ist es auch möglich die Kamera in der Vertikalen Ebene zu schwenken. Einfachere Panorama-Köpfe gleichen den Parallaxen-Effekt nicht aus.
Noch eins: das Stativ darunter sollte natürlich absolut stabil sein. Ich habe erst beim dritten Anlauf ein besseres gekauft, vorher sind alle Panoramen misslungen. Also gleich was “gscheits” lohnt.
Praxis:
1. Auf dem Panorama-Kopf dreht man die Kamera nun und schiesst je nach Brennweite 3 - x Aufnahmen pro 360°. Wenn man ein sphärisches Panorama will, schwenkt man die Kamera dann jeweils noch nach oben und unten und wiederholt in allen Ebenen die 360° in der Horizonalen. Und für die Faulen unter uns gibts das ganze auch voll automatisiert.
2. Zum Zusammensetzen der Bilder benutze ich das geniale Programm PTGui. Es setzt die Einzelbilder automatisch aneinander, nur bei Bildern ohne Anhaltpunkte (Himmel ohne Wolken) muss man manuell nacharbeiten. Dann kann man entweder 360° Bilder erzeugen, die wieder auf “2D” zurückberechnet werden (also wieder ein planes rechteckiges Bild, man verliert dann aufgrund der perspektivischen Verzerrung etwas Bild an den Rändern), sphärische Panoramen in Form von .mov-files (in denen man dann mit der Maus navigieren kann) oder eben z.B. auch “Planeten” - was damit gemeint ist sieht man am besten an diesem Beispiel:
Beispiel: Aufgenommen mit 24mm (Nikon 24-70), Nodal Ninja Panoramakopf. 360° gedreht, dann Kamera um 30° und 60° nach oben und unten geschwenkt und jeweils wieder 360° in der Horizontalen gedreht. Dadurch enstehen 55 Einzelbilder à 12 Megapixel, man könnte damit also auch das Bundeshaus tapezieren.
Schwachstrom
pascoo | March 27, 2009Tiltshift - Aus gross mach klein
pascoo | January 25, 2009Nicht alle Bilder sind gleich gut geeignet ein Tilt-Shift-Fake zu erzeugen. Ein paar Tipps, für bessere Ergebnisse:
- Perspektive von oben ist bessr als frontal.
- Grossansichten sind besser als Details
- Bekannte Objekte (Autos, Menschen) verstärken den Grössen-Effekt.
- Kräftige Farben lassen die Szene eher wie Miniaturfiguren aussehen (wie bei einer Modelleisenbahn)
Bern hochdynamisch
pascoo | January 18, 2009Nachdem ich verschiedne HDR-Tools mit mässigem Erfolg ausprobiert habe, hat Qtpsfgui für mich bisher die besten Ergebnisse geliefert. Das Programm ist freeware, einfach zu bedienen und ermöglicht trotzdem manuelle Einstellungen für alle wichtigen Parameter.






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